Keine Perspektive für Vista?

Hallo,

laut Wikipedia ist Vista spanisch/italienisch für: „Blick, Sicht, Perspektive“. Nun, so ganz allein durch den Namen verkauft sich ein neues Produkt eben doch nicht.

Schon allein die Newsseite von heise online zeigt, dass Vista sich nicht so recht im geschäftlichen Umfeld durchsetzen kann:

Da lässt sich nur erahnen, dass die Dunkelziffer der Firmen die damit nicht an die Presse gehen noch wesentlich höher ist. Aber die oben genannten vermitteln schon einen Eindruck der Verbreitung dieser Entscheidung, Windows XP weiterzuverwenden statt auf Vista zu setzen.

Sicherlich wird auch die ein oder andere Firma die Wartezeit auf Windows 7 damit verbringen, verschiedene Linux Distributionen zu evaluieren. Durch das gesparte Geld für den Umstieg auf Vista (Lizenzgebühren, Schulungskosten, Testinstallationen, Anschaffung neuer Geräte) lässt sich sicher auch der ein oder andere lernwillige Mitarbeiter auf Lehrgänge schicken um festzustellen, dass neue Technologien schon jetzt in aktuellen Linuxdistributionen (auch im Enterprise Sektor) vorhanden sind und nur „Wissen“ statt neuster Hardware und Lizenzen kosten.

Natürlich muss man auch sehen, dass es da kein SAP gratis dazugibt. Aber wenn man davon nicht gerade als Zulieferer abhängt sollte man sich fragen ob es wirklich nötig ist. Die Gebühren lassen sich sicher auch in ein hauseigenes Entwicklungsteam stecken, welches dann direkt auf die Bedürfnisse der Firma eingehen kann – ohne Aufpreis! (Dies ist nicht bloß eine theoretische Idee, sondern wird von einer Firma in der zwei Freunde arbeiten bereits sehr erfolgreich umgesetzt).

Für mich klingt daher die ganze Vista Geschichte eher nach der Story von Windows ME (Millennium Edition). Wenn es nicht auf einem PC vorinstalliert gewesen wäre, hätte ich es wahrscheinlich garnicht mitbekommen. Laut Wikipedia:

Windows ME galt nach der Veröffentlichung als störanfällig und absturzgefährdet, was daran lag, dass während der Entwicklung das Treibermodell verworfen und geändert wurde und deshalb relativ wenige Treiber für ME verfügbar waren. Zudem war es auch extrem unausgereift (u. a. Systemwiederherstellung, USB-Massenspeichertreiber, einige Netzwerktreiber, Ruhezustand) und funktionierte erst mit den ersten Updates tadellos. Die PC-Welt verspottete den Namen als „Repair ME“. Windows ME kann bei sauberer Installation der Treiber und Pflege der Ausgangskonfiguration weniger Stabilitätsprobleme als Windows 95 und Windows 98/SE haben, reicht jedoch in keiner Weise an die Stabilität der NT-Serie heran.

In diesem Sinne… Happy Coding Microsoft ;-)

Nachtrag: Gerade noch via heise.de auf einen interessanten Artikel (englisch) über Bill Gates Programmierkünste gestossen – wenn das wahr ist, wen wundert dann noch was.

Tschau
Sven

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